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Neue Studien der ManpowerGroup zur Generation der Millennials sowie zum Thema Arbeitgebermarke

Ende Mai 2016 veröffentlichte die ManpowerGroup zwei globale Studien zu den Themen Karrierepfade der Millennials (20-34 Jährige) sowie zur Relevanz der Arbeitgebermarke für Jobsuchende. Die Studien liefern nicht nur aktuelle Zahlen und Fakten, sondern bieten für Unternehmen auch praktische Tipps.

ManpowerGroup Studie zur Arbeitgebermarke: Kandidaten als Markendetektive

Marken-Detektive: Die neue Generation globaler Kandidaten (Originaltitel: „Brand Detectives: The new generation of global candidates“)

(ManpowerGroup Solutions, 2016)

Für die Studie wurden 4.500 Jobsuchende im Oktober 2015 in den fünf weltweit zentralen Arbeitsmärkten USA, Großbritannien, Australien, China und Mexiko befragt.

  • Laut den Studienergebnissen gibt mehr als die Hälfte aller Kandidaten weltweit (56%) an, dass die Marke bzw. der Ruf des Arbeitgebers heute wichtiger ist als noch vor fünf Jahren. 
  • Einer von fünf Kandidaten weltweit gilt als "Marken-gesteuert". Das bedeutet, dass die Marke des Unternehmens zu den Top 3 Motivatoren für die Karriereentscheidung zählt.
  • Zu den Marken-gesteuerten Kandidaten gehört in erster Linie die Generation der Millennials (vor allem Kandidaten zw. 25-34 Jahre). Darüber hinaus haben Marken-gesteuerte Kandidaten eher leitende Funktionen und eine Berufserfahrung von 10-12 Jahren.
  • 8 von 10 Kandidaten (81%) weltweit geben an, dass der wichtigste Aspekt für die Arbeitgebermarke das Vertrauensverhältnis zwischen Arbeitgeber und Arbeitnehmer ist. An zweiter Stelle mit 70% folgt der Ruf des Unternehmens als Arbeitgeber. 
  • Ein Drittel der Kandidaten weltweit (33%) nennt die Mitarbeiter eines Unternehmens als die glaubwürdigste Quelle zur Bewertung der Unternehmensmarke. An zweiter und dritter Stelle folgen die Unternehmenswebseite (20%) sowie Arbeitgeber-Bewertungsplattformen (12%). 

Gründe für die erhöhte Relevanz der Arbeitgebermarke:

Bei den anderen beiden Top-Motivatoren bei der Jobsuche, Gehalt und Art der Tätigkeit, gibt es zwischen den Unternehmen kaum noch Unterschiede. Um sich am Bewerbermarkt zu differenzieren, setzen Unternehmen also verstärkt auf ihre Arbeitgebermarke. Darüber hinaus suchen Kandidaten aufgrund der zunehmenden Verschmelzung von Arbeit und Privatleben gezielt nach Arbeitgebern, die ihre persönlichen Werte und Ziele teilen. Und zu guter Letzt haben Jobsuchende heute viel mehr Informationen über potentielle Arbeitgeber zur Verfügung.

» Studie zum Download (in englischer Sprache)
» Zusammenfassung (in deutscher Sprache)

ManpowerGroup Studie zu den Karrierewegen der Millennials

Karrierewege der Millennials: Vision 2020 (Originaltitel: "Millennial Careers: 2020 Vision")

(ManpowerGroup, 2016)

Für diese Studie der ManpowerGroup wurden im Zeitraum von Februar bis April 2016 19.000 erwerbstätige Millennials sowie 1.500 Personalentscheider in 25 Ländern über die Generation Y befragt.

  • Bis zum Jahr 2020 wird die Generation der Millennials (auch Generation Y genannt, zwischen 1982 und 1996 geboren, 20-34 Jährige) mehr als ein Drittel der globalen Erwerbsbevölkerung ausmachen. 
  • Millennials schätzen ihre Karrieremöglichkeiten überraschend optimistisch ein. 62% sind zuversichtlich, dass sie, falls sie ihren Job morgen verlieren würden, innerhalb von drei Monaten einen neuen gleichwertigen, oder sogar besseren Job finden könnten. Im Ländervergleich zeigen sich vor allem Millennials in Mexiko, China, Schweiz und Deutschland besonders zuversichtlich. Am wenigstens optimistisch hingegen sind Millennials in Griechenland, Italien und Japan.
  • Millennials wissen, dass ihnen ein Karriere-Ultramarathon bevor steht. Der lebenslange Job wird durch Karriereschübe mit unterschiedlichen Pfaden, unterschiedlicher Geschwindigkeit und regelmäßigen Pausen ersetzt. Millennials sind sich darüber im Klaren, dass sie ständig ihre Fähigkeiten weiterentwickeln müssen, um langfristig ihre Beschäftigungsfähigkeit zu erhalten. 93% sehen eine ständige Weiterentwicklung ihrer Fähigkeiten als wichtigen Teil für ihre Karriere an und sind auch bereit, ihre Zeit und/oder Geld dafür zu investieren. 
  • Weltweit erwartet mehr als die Hälfte aller befragten Millennials, dass sie mit über 65 Jahren noch arbeiten werden. 27% gehen davon aus, mit 70+ noch am Erwerbsleben teilzunehmen und 12% sagen, sie würden bis zum Tod arbeiten. In Japan ist dieser Prozentsatz mit 37% am höchsten.
  • Millennials arbeiten hart, wenn nicht härter als ihre Vorgängergenerationen. 73% geben an, mehr als 40 Stunden/Woche zu arbeiten, fast ein Viertel sogar mehr als 50 Stunden. Die längste Arbeitswoche haben die indischen Arbeitnehmer mit 52 Stunden und Australische sowie Arbeitnehmer in UK die kürzeste mit 41 Stunden.
  • Millennials gehen davon aus, länger und mehr als ihre Vorgängergenerationen zu arbeiten. Insofern ist es nicht verwunderlich, dass 84% signifikante Pausen (= länger als 4 Wochen am Stück) einlegen wollen. 

» Studie zum Download (in englischer Sprache)
» Zusammenfassung (in deutscher Sprache)

Weitere Studien der ManpowerGroup unter: www.manpowergroup.at/studien